Einleitung

Seit Bestehen der Menschheit ist das Feuer bekannt; behütet als nützliches und unentbehrliches Element, unkontrolliert aber als alles zerstörende Kraft. So hat der Mensch rasch erkannt, sich gegen das zerstörende Element Feuer zu schützen und zur Wehr setzen zu müssen. Die ältesten, schriftlich erhaltenen Nachrichten berichten bereits über Brandschutzmaßnahmen in der Antike. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit hatten die städtischen Handwerksorganisationen größtes Interesse an der Bewahrung ihres Eigentums, sie übernahmen die Aufgabe des Brandschutzes und übergaben diese ab Mitte des vorigen Jahrhunderts an eine neu gegründete Organisation: die Feuerwehr.

1862

In Österreich brachte das Reichsgemeidegesetz des Jahres 1862 die Voraussetzung zur Gründung von Feuerwehrvereinen. 

1866

Auch jenseits der damals österreichischen Grenze, nämlich in Sopron/Ödenburg, griffen die Bürger dieser Stadt diese neue Idee auf und gründeten 1866 den Turn- und Feuerwehrverein. 

1871

Nach weiteren Gründungen in ungarischen Städten waren es 1871 die Pinkafelder, die diese Idee verwirklichten. Die Freiwillige Feuerwehr Pinkafeld ist somit die älteste und traditionsreichste Wehr des Burgenlandes.  

1874

Gründung des nächsten Vereins in Eisenstadt.

1875

Gründung der Feuerwehren Mattersburg und Kittsee

1879-1880

Im Süden des Burgenlands bildeten die Feuerwehren von Großpetersdorf (1879), Heiligenkreuz(1879), Pinkafeld, Riedlingsdorf (1880), Rotenturm (1880) und Stegersbach (1879) eine lose Vereinigung zwecks gegenseitiger Unterstützung. Über 10 Jahre waren notwendig, um die Idee des freiwilligen Feuerwehrdienstes im ganzen Land zu verbreiten und zu realisieren.

1888

Die polizeiliche Regierungsverordnung von 1888 beschleunigte die Gründung unserer Feuerwehren, sie verpflichtete alle Gemeinden zur Gründung einer freiwilligen oder, wo dies nicht möglich war, zu einer Pflichtfeuerwehr.

1921

Der erste Weltkrieg und die Ereignisse bis 1921 stellten eine politisch veränderte Lager dar: Aus den territorialen Abtrennungen der drei westlichen Grenzkomitate Wieselburg, Ödenburg und Eisenburg entstand Österreichs neues Bundesland. Feuerwehrmänner aus diesen drei Komitaten schlossen sich zusammen, um in ihrem neuen Heimatland eine neue Feuerwehrorganisation aufzubauen.

1923

Zwei Namen sind hier zu erwähnen:

Prof. Karl Unger  Dir. Michael Postl

Ihrer Initiative verdanken wir die Gründung des Burgenländischen Feuerwehrverbandes am 15. April 1923, (damals hieß er Burgenländischer Landesverband für Feuerwehr- und Rettungswesen. Zum Obmann gewählt wurde LH Hofrat Rauhofer zu seinen Stellvertretern Dir. Michael Postl (für den nördlichen Landesteil) und Prof. Karl Unger (für den südlichen Landesteil).
Es sei klargestellt, dass die beiden ersten Führer der bgld. Feuerwehren, nämlich Landeshauptmann Hofrat Josef Rauhofer (15.4.1923 - 29.6.1929) und Regierungsrat Prof. Karl Unger (30.6.1929 - 8.7.1935) den Titel "Verbandsobmann" trugen, weil die Feuerwehr jener Zeit nach dem Vereinsgesetz organisiert war und die Funktion eines Landesfeuerwehrkommandanten nicht kannte.

1935

Erst das Gesetz vom 3. Juli 1935 betreffend die Feuerpolizei und das Rettungswesen im Burgenland führte die Funktion des Landesfeuerwehrkommandanten ein. Prof. Unger verblieb an der Spitze des Verbandes und wurde am 9. Juli 1935 zum ersten Landesfeuerwehrkommandanten des Burgenlandes ernannt.

Das Feuerwehrgesetz 1935 behielt den Grundsatz der Freiwilligkeit, jedoch mit der Bestimmung, bei ungenügend freiwilliger Beteiligung die erforderlichen Feuerwehrmänner zwangsweise einzustellen. Machtbefugnis hierzu hatte der Bürgermeister. Bei der Organisation der Feuerwehren sah dieses Gesetz erstmals die Aufstellung von Jugendfeuerwehren vor, die zu Schulungszwecken aus Buben und Jünglingen im Alter von 10 bis 18 Jahren gebildet werden konnten. Solche Jugendfeuerwehren unterstanden dem Orts- und Stadtfeuerwehrkommandanten. Tatsächlich haben viele Feuerwehren noch 1935 eine Jugendgruppe aufgestellt und uniformiert.

(Feuerwehrjugend in Neufeld/Leitha, 1933)

1937

Am 18. Februar 1937 löste Landesrat Oberforstrat Dipl.Ing. Franz Strobl Prof. Unger als Landesfeuerwehrkommandant ab und verblieb in dieser Funktion bis zum 13.3.1938.

Die zunehmenden Aufgaben im Rettungswesen machten es notwendig, den 2. Obmannstellvertreter mit einer fachkundigen Person zu besetzen. Dafür stellte sich der Sanitätsdirektor für das Burgenland, Dr. Geza Nindel aus Eisenstadt, zu Verfügung. Damit erhielt das Rettungswesen im Rahmen der Aufgaben der Feuerwehren einen besonderen Stellenwert. Bis zur Auflösung des Verbandes im Jahre 1938 übte diese Funktion ein Arzt aus.

Das Burgenland verfügte zunächst über keine eigene Feuerwehrschule. Daher veranstaltete das Landesfeuerwehrkommando Kurse in den Bezirksvororten. Der Landesfeuerwehrinspektor war in erster Linie für die regionale Ausbildung der Feuerwehren verantwortlich. Ab 1936 eröffnete sich den burgenländischen Feuerwehren die Möglichkeit der Benützung der niederösterreichischen Schule in Wr. Neustadt. Der geplante Baubeginn einer eigenen Feuerwehrschule im April 1938 in Eisenstadt konnte auf Grund der politischen Ereignisse nicht realisiert werden. So blieb auch in der NS-Zeit die Schule Wr. Neustadt die Ausbildungsstätte für die burgenländischen Feuerwehrmänner und ab 1943 auf für die Frauen.

1938

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten am 12. März 1938 in Österreich brachte für die Organisation des Feuerwehrwesens für Erste noch keine Veränderungen. Die ersten Auswirkungen bekamen jene Führungskräfte zu spüren, die auch politische Funktionen innehatten. Landesfeuerwehrkommandant Dipl.Ing. Strobl verlor alle seine Funktionen und kam ins Konzentrationslager Buchenwald. An seine Stelle trat am 10. Mai 1938 Heinrich Eigenbauer, Volksschuldirektor und Feuerwehrhauptmann in Bad Tatzmannsdorf. Andere Funktionäre wurden abgesetzt und durch verlässliche Nationalsozialisten ersetzt. Maßregeln aus politischen Gründen, wie Berufsverbot, Zwangsversetzung, Schubhaft und noch Schlimmeres waren an der Tagesordnung.

Am 15. Oktober 1938 trat in Österreich das Gesetz über die Gebietsveränderungen in Kraft. Das Burgenland hörte auf zu bestehen und wurde auf die Gaue Niederdonau und Steiermark aufgeteilt. Das Landesfeuerwehrkommando Burgenland bestand jedoch bis zum Oktober 1939 weiter.

1939

Am 1. Oktober 1939 wurde das Gesetz über das Feuerlöschwesen erlassen. Dieses Gesetz gliederte die Freiwilligen Feuerwehren Österreichs in die "Feuerhilfspolizei" ein. Deutsche Uniformen wurden eingeführt.
Der Bürgermeister entschied einvernehmlich mit dem Wehrführer (Orts-, Stadtkommandanten) über die Aufnahme und Ausschluss eines Mitgliedes. Juden durften nicht aufgenommen werden. Auf Vorschlag des Kreisführers der Freiwilligen Feuerwehr (heute Bezirksfeuerwehrkommandant) ernannte der Bürgermeister den Wehrführer. Nach Inkrafttreten des Gesetzes hatten die Kreisführer bis zum 15. November 1939 die alten Bezirksfeuerwehrverbände aufzulösen und das Vermögen den Landkreisen zu übergeben. Die Bürgermeister vereidigten die Wehrführer auf den Führer Adolf Hitler. Bestanden gegen diese Person in staatspolitischer Hinsicht keine Bedenken und setzten sie sich für das Feuerwehrwesen restlos ein, mussten diese keine überzeugten Nationalsozialisten sein. So konnten viele vor der Machtübernahme gewählten Ortskommandanten in ihrer Funktion verbleiben. In nicht wenigen Orten blieben diese Kommandanten bis 1945 und oft bis in die fünfziger Jahre in dieser Funktion. Sie wurden "UK" (=unabkömmlich und für die Kriegswirtschaft wichtig) gestellt, mussten für die Feuerwehr intensivst arbeiten und konnten so der Einberufung zur Deutschen Wehrmacht entgehen.

Viele Kommandanten in den burgenländischen Gemeinden hielten sich nicht an die Bestimmungen der 3. Durchführungsverordnung vom 24. Oktober 1939. Auch das Landesfeuerwehrkommando arbeitete weithin an Hand der burgenländischen Rechtsvorschriften.

1940

Als Folge erließ der Gauhauptmann von Niederdonau am 1. April 1940 eine Verordnung, derzufolge die Vorschriften der Feuerpolizeiordnung für Niederösterreich vom 8. Juli 1927 auch auf die mit Niederdonau vereinigten Teile des ehemals österreichischen Landes Burgenland anzuwenden war. Tatsächlich hörte somit das Landesfeuerwehrkommando Burgenland erst am 1. April 1940 auf zu bestehen.

1943

Mit Beginn und Fortdauer des Krieges bereitete den Freiwilligen Feuerwehren die größte Sorge der immer drückender werdende Mangel an wehrfähigen Männern. Die Möglichkeit einer Aufstockung bestand in der Heranziehung der Hitlerjugend (HJ) und der Feuerwehrhelferinnen. Die HJ-Feuerwehrscharen stellten keine Sondereinheit dar, vielmehr waren sie dem HJ-Streifendienst unterstellt. Ab 1. April 1943 wurde die Organisation der Feuerwehrhelferinnen eingeführt. Die 17- bis 40-jährigen Frauen und Mädchen zog man zum sogenannten "kurzfristigen Notdienst" heran. Mit den wenigen Feuerwehrmännern mussten sie die Brandsicherheit der Gemeinde gewährleisten. Im Burgenland stellten viele Gemeinden Gruppen von Feuerwehrhelferinnen auf. Die altgedienten Feuerwehrmänner bildeten sie aus. Die meisten trugen alte abgetragene Uniformstücke und Feuerwehrhelme. Oft brachten sie die Adjustierung ihrer eingerückten Männer oder auch Brüder mit.

1945

Am 29. März 1945 überschritten die Rotarmisten bei Klostermarienberg erstmals die Reichsgrenze. Mit ihrem Durchzug hörte das Feuerlöschwesen praktisch auf zu existieren. Das das Dienstsiegel den Reichsadler trug bzw. an vielen Uniformteilen das Hakenkreuz prangte, beseitigten zahlreiche Feuerwehren alle schriftlichen Unterlagen und entfernten die Dienstgrade von den Uniformen.

Eine hervorragende Persönlichkeit des burgenländischen Feuerwehrwesens betraute Landeshauptmann Ludwig Leser 1945 mit der Führung des Landesfeuerwehrkommandos, nämlich LFKDT Viktor Horvath sen. (1945-1961)

Nach dem 1. Weltkrieg hatte er schon bei der Entstehung des neuen Bundeslandes mitgewirkt und nach der Gründung des Landesfeuerwehrverbandes im Jahre 1923 als Bezirksfeuerwehrinspektor. Von Viktor Horvath gingen entscheidende Impulse beim Aufbau dieses Verbandes aus. Er setzte sich für die Ausweitung des Rettungsdienstes und die Beförderung von Kranken ein, sorgte für die Einstellung von Krankenwagen bei den Feuerwehren, für die Ausbildung von Feuerwehrsanitätern, drängte auf die Ausbildung des Einheitsfeuerwehrmannes, kümmerte sich um die Schulung der Jungmänner und Kommandanten im Bezirk Neusiedl/See, trieb die Motorisierung der Feuerwehren voran, führte den Ausbau von Überlandhilfen durch und trat dafür ein, die Feuerwehrfunktionäre nicht zu wählen, sondern nach ihren "feuerwehrlichen" Fähigkeiten zu ernennen. Nach dem 2.Weltkrieg wurde Viktor Horvath zum zweiten Mal mitverantwortlich beim Aufbau des Feuerwehrwesens im Burgenland.

1946

Im Juni 1946 ernannte ihn Landeshauptmann Dr. Lorenz Karall zum definitiven Landesfeuerwehrkommandanten.

1947

Im alten Probsteigebäude in Eisenstadt-Oberberg (heute Haus der Begegnung) richtete Viktor Horvath schon im September 1947 das Landesfeuerwehrkommando und die Feuerwehrschule ein.
In der Zeit Viktor Horvaths traf der Bgld. Landesfeuerwehrverband folgende wichtige Entscheidungen:

1950

Ausbau der Überlandhilfe
Bei Großbränden mussten die Stadt-Feuerwehren der Bezirksvororte mit ihren "Überland-Feuerlöschgeräten" (Feuerwehrautos) auf dem Lande "Überlandhilfe" leisten.


Überlandfahrzeug, um 1951

1953

Neubeginn der Veranstaltungen am Florianitag

Seit damals steht der "Tag der Feuerwehr" im Zeichen der Brandverhütung und Werbung für die Feuerwehr. Wettkämpfe und Wettübungen sollen die Feuerwehrmänner zu größerer Leistung motivieren.

1956

Erster Landesfeuerwehrleistungsbewerb

Im Rahmen des 7.Landesfeuerwehrtages in Neusiedl am See fand der 1. bgld. Leistungsbewerb statt. Die Aufstellung einer Feuerwehrjugend, der Ausbau der Feuerwehrwettkämpfe und die Errichtung einer neuen Feuerwehrschule standen im Mittelpunkt der Erörterungen.

1958

VII. Österreichischer Bundesfeuerwehrtag in Eisenstadt
Die Beschlüsse dieses Feuerwehrtages sollten die künftige Arbeit der Feuerwehren entscheidend beeinflussen. Die Übernahme der "technischen Nothilfe" und der "Katastrophenhilfe" lenkte die Ausbildung in eine gänzlich andere Richtung.

1968

Mit dem Abgang von Viktor Horvath sen. galt die Pionierzeit des burgenländischen Feuerwehrwesens als abgeschlossen. Mit seinem Nachfolger LFKDT Ladislaus Widder (1961-1982) sollte eine neue Ära eingeleitet werden, die der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und vor allem technischen Entwicklung Rechnung trug. Mit Widder übernahm eine Persönlichkeit das Kommando, von der zu erwarten war, dass ihr die Erfahrung als Lehrer und als Offizier im 2.Weltkrieg bei der verantwortungsvollen Arbeit sehr zugute kommen würde. Ladislaus Widders Verdienste liegen in der Errichtung des neuen Landesfeuerwehrkommandos und der Landesfeuerwehrschule. Dieser Gebäudekomplex in Eisenstadt, Leithabergstraße 41, wurde am 22. September 1968 eingeweiht und der Bestimmung übergeben. Die Inbetriebnahme bedeutete einen Markstein in der Entwicklung des burgenländischen Feuerwehrwesens. Ein fast 20-jähriges Provisorium für die Ausbildung der Feuerwehrmänner fand ein Ende.

1969

Die räumlichen und technischen Voraussetzungen ermöglichten eine weitaus bessere Kurs- und Lehrgangstätigkeit, die Zahl der Teilnehmer stieg rapid. Bereits das 1. Schuljahr schloss im Mai 1969 mit einem fast doppelten Besuch gegenüber dem Vorjahr.
Landesfeuerwehrkommandant Widder sollte der große Förderer Burgenlands Feuerwehrjugend werden. Mit der Schaffung eines Jugendreferates im Landesfeuerwehrkommando legte er den Grundstein für eine künftige aktive Jugendarbeit.
Seine Aufgeschlossenheit für die Notwendigkeit unserer Zeit bewies Widder mit der verstärkten Förderung des Katastrophenschutzes, der aus unseren Tagen nicht mehr wegzudenken ist.
Mit Unterstützung des Amtes der Bgld. Landesregierung konnte 1968 mit dem Ausbau des Landesfeuerwehrfunknetzes begonnen werden. Der Bereitschaftsdienst in der Landeseinsatzzentrale "rund um die Uhr" stellt die nachrichtentechnischen Verbindungsmöglichkeiten zu den im Katastrophenfall zusammenwirkenden Dienststellen, Behörden und Organisationen sicher.

1971

Gemeindestrukturverbesserungsgesetz

Auf kommunalen Bereich brachte dieses Gesetz wesentliche Veränderungen. 319 burgenländische Gemeinden wurden zu 138 Gemeinden zusammengelegt, veränderte aber dank Widders Überzeugungskraft nicht die bestehenden Strukturen und Organisationen der burgenländischen Feuerwehren.

1974

Bau eines Brandhauses

Dieses auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule errichtete Haus ermöglicht eine praxisnahe Ausbildung und eine wirklichkeitsgetreue Gestaltung einer Brandeinsatzübung.

1979

Burgenländisches Feuerwehrmuseum

Schon zu Ende der 70er Jahre gelang es Widder den damaligen Kulturreferenten Dr. Fred Szinowatz von diesem Plan zu begeistern und seine Unterstützung zu gewinnen. Aus organisatorischen Gründen wurde als Standort das Areal der Landesfeuerwehrschule gewählt.

Widders Leistungen honorierten die Delegierten im Oktober 1976 in Wien mit der Wahl zum Präsidenten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes. Nach 20-jähriger Tätigkeit als Landesfeuerwehrkommandant legte Widder im Jänner 1982 sein Amt zurück.

1982

LFKDT Hans Neubauer (1982-1990)

Neubauer hatte seit 1979 die Funktion des Bezirksfeuerwehrkommandanten von Oberwart inne. Damit wurde zum ersten Mal nach 1945 ein Feuerwehrmann aus dem südlichen Burgenland zum Landesfeuerwehrkommandanten bestellt.

Atemschutzzentrale
Sein größter Verdienst ist die Errichtung der Atemschutzzentrale. Diese Anlage ging 1982 in Betrieb. Sie schuf die Voraussetzung für eine optimale Wartung und Instandsetzung der bei den burgenländischen Feuerwehren in Verwendung stehenden Atemschutzgeräte.

Landeswarnzentrale
Die Vorarbeiten für die Errichtung der Landeswarnzentrale sind noch in Neubauers Amtszeit durchgeführt worden. Um Raum für die neue Landeswarnzentrale zu schaffen, wurde das Landesfeuerwehrkommando aufgestockt.

1990

LFKDT Ing. Manfred Seidl

Bereits 1979 ernannte Landesfeuerwehrkommandant Widder den Leiter der Landesfeuerwehrschule zu seinem Stellvertreter. Sein Engagement als Schulleiter hatte wesentlichen Anteil an der ausgezeichneten Ausbildung der Feuerwehrmänner und an den Leistungen und Erfolgen der burgenländischen Feuerwehren. Seine Wahl zum Landesfeuerwehrkommandanten war nur mehr ein Formalakt. Zu seinen Verdiensten zählen:

1991

Inbetriebnahme der Notruf- und Feuerwehralarmzentrale
Der Reaktorunfall von Tschernobyl und die Berichte über die Atomkraftwerke in unmittelbarer Nähe der burgenländischen Grenzen führte drastisch die Gefahren des "Atomzeitalters" vor Augen. Die Inbetriebnahme der Warn- und Alarmierungsanlage für dir rasche und gezielte Alarmierung der Bevölkerung des Burgenlandes erfolgte im Mai 1991.

1993

Umbau des Landesfeuerwehrkommandos (1993-1998)

Die Unterbringung der Landeswarnzentrale verursachte eine völlige Umstellung des Betriebes im Bereich Kommando und Schule. Durch Aufstockung des Internates verlagerte sich ein Großteil des Bürobetriebes in das zweite Stockwerk, wo das Landesfeuerwehrkommando, die Landesfeuerwehrschule und die Verwaltung die neuen Räumlichkeiten bezogen. Wegen besseren Übungsmöglichkeiten erwarb der Verband durch Zukauf ein 4.000 m2 großes Gelände und errichtete dort eine zeitgemäße Übungsanlage. Diese ermöglicht eine Simulation von technischen Einsätzen, wie Verkehrsunfälle, Unfälle mit Gefahrengut bzw. Eisenbahnunfälle.

Brandverhütungsstelle
Zwischen dem Land Burgenland, der Zentralstelle für Brandverhütung und dem Landesfeuerwehrverband Burgenland wurde 1992 vertraglich die Errichtung und Führung einer Brandverhütungsstelle Burgenland festgelegt. Die Räumlichkeiten hiefür werden neu errichtet und zwei Mitarbeiter aufgenommen.

Anlässlich des 16. Bundesfeuerwehrtages wird LFKDT Ing. Manfred Seidl zum Vizepräsidenten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes gewählt.

1994

Feuerwehrgesetz
Der Burgenländische Landtag beschloss in seiner Sitzung am 26. Mai 1994 das neue Burgenländische Feuerwehrgesetz. Dieses Gesetz löste jenes aus dem Jahre 1935 ab. Es trägt den eingetretenen bedeutenden Veränderungen und Entwicklungen der letzten Jahrzehnte Rechnung.

Mannschaftsstand und Ausrüstung
Die Dienstanweisung im Sinne des Bgld. Feuerwehrgesetzes 1994 legte erstmals den Mindestmannschaftsstand und die Mindestausrüstung der Feuerwehren sowie Subventionshöhe fest. Maßgebend dafür ist grundsätzlich die Anzahl der Häuser und die Bevölkerungszahl eines Ortsteiles bzw. der Gemeinde.

1998

Anlässlich des 17. Bundesfeuerwehrtages in Eisenstadt wurde LFKDT Ing. Manfred Seidl zum Präsidenten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverband gewählt.

2008

Beim 19. Bundesfeuerwehrtag in Wien hat sich Landesfeuerwehrkommandant LBD Ing. Manfred Seidl nicht mehr der Wahl zum Präsidenten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes (ÖBFV) gestellt.

Präsident Seidl wurde nach zwei erfolgreichen Funktionsperioden als Präsident des ÖBFV zum "Ehrenpräsidenten des ÖBFV" auf Lebenszeit ernannt.

2009

Nach Erreichen des Regelpensionsalters hat Landesfeuerwehrkommandant LBD Ing. Manfred Seidl seine Funktion als Landesfeuerwehrkommandant mit 30. November 2009 zurückgelegt. Die Bgld. Landesregierung hat in für seine verdienstvolle Tätigkeit mit dem "Komturkreuz des Landes Burgenland" ausgezeichnet und ihn, auf Antrag des Landesfeuerwehrverbandes Burgenland, zum "Ehren-Landesfeuerwehrkommandanten auf Lebenszeit" ernannt.

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